Social Bookmarks

November 30, 2009

Auch wenn ich persönlich den Begriff ‘social bookmark’ noch nie verwendet habe, war ich doch sehr gespannt, was sich dahinter verbirgt. In der letzten Seminarsitzung sollte ich also lernen, wie ich all meine Internetseiten, die ich tagtäglich benutze, irgendwie sinnvoll und logisch verwalten kann. Einer der wohl bekanntesten Anbieter hierfür ist ‘delicious’. Bei diesem Anbieter hätte ich die Möglichkeit, meine Lesezeichen, wie ich sie bisher nur aus der Symbolleiste meines Firefox-Browsers kenne, nach Themen zu verwalten oder sie mit verschiedenen Schlagworten unterschiedlichen Themengebieten zuzuordnen. Das Interessante hierbei ist, dass ich meine Lesezeichen nicht nur ausschließlich für mich verwalten und verschlagworten kann, sondern all das – wie sollte es im world-wide web auch anders sein – anderen Lesern/ Deliciousnutzern zugänglich mache.

Ich persönlich denke, dass dies eine sehr sehr gute Möglichkeit darstellt, gerade bei großen Prüfungen oder wichtigen schriftlichen Ausarbeitungen, die hierfür benötigten Informationen aus dem Internet zu ordnen. Ausserdem scheit es mit Blick auf den Aufwand, den ich mit der Informationssuche betreiben kann, sehr zeitsparend zu sein. Ich muss mich nicht selbst durch einen Berg von Informationen quälen, sondern kann einfach mit Hilfe der Schlagwörter, bzw. der Suche nach verschiedenen Themengebieten nach für mich relevanten und interessanten Informationen suchen. Ausserdem mag ich den ‘Geben-und-Nehmen-Aspekt’ an dieser ganzen Sache. Ich stelle anderen Leuten die von mir zusammengetragenen Informationen, bzw. Links  zur Verfügung und profitiere im Gegenzug von den Recherchen anderer. Wie ich finde, eine super Sache. Und ich kann mir daher auch gut vorstellen, dass ich mir bei Zeiten auch so einen Account anlegen werde.

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Essay zum Thema PLE

November 3, 2009

Personal Learning Environment

Der Begriff ‚Personal Learning Environment‘ wird in der Regel mit den drei Buchstaben PLE abgekürzt. Zwar lässt sich dieser Begriff nicht genau definieren, dennoch ist man sich in der groben Bedeutung einer PLE weitestgehend einig. Generell bedeutet der Begriff PLE eine individuelle Gestaltung der Lernumgebung eines Einzelnen, wobei hierbei das Hauptaugenmerk darauf liegt, dass der Lernende aktiv an dieser Gestaltung beteiligt ist und sich somit Wissen aneignen und dieses mit anderen Lernenden teilen kann. Eine Lernumgebung kann zwar sowohl der Schreibtisch des/ der Lernenden sein, hat im Laufe der Zeit jedoch eine weitaus gängigere Bedeutung gefunden. Wird der Begriff ‚PLE‘ beispielsweise in der Universität oder in anderen Bildungseinrichtungen erwähnt, versteht inzwischen der Großteil darunter das informelle Lernen am Computer, wie beispielsweise elektronische Portfolios, Internetplatformen oder der Arbeit mit persönlichen Notebooks, welche informelle und formelle Lerninhalte miteinander verknüpfen und so lebenslanges lernen fördern. Dennoch ist sicherlich den Wenigsten klar, was genau unter dem Konzept ‚PLE‘ zu verstehen ist und welche Hintergründe, Ideen, Regeln oder Ziele bei der Entwicklung dieses Konzeptes eine wichtige Rolle spielen sollten.

So sollte, nach Graham Attwell et al, eine PLE folgende Bestandteile haben: die Informationssuche sollte so erfolgen können, dass sie mittels verschiedener Quellen geschehen kann; sie sollte dem Lernenden die Möglichkeit bieten, diese Informationen sinnvoll sammeln, strukturieren und gegebenenfalls bearbeiten zu können; die gefundenen Quellen sollten reflektiert werden können, d.h. die Lernenden sollten beispielsweise durch Blogeinträge die Möglichkeit erhalten, zu schauen, ob sie den Inhalt der Informationen richtig verstanden haben; Lösungen von Ergebnissen sollten stets präsentiert werden können, beispielsweise durch Powerpoint-Präsentationen; das neue Wissen sollte nun mit anderen Lernenden geteilt werden können – somit ist es gegeben, dass die Lernenden ihr Wissen weitergeben können und gleichzeitig das Wissen anderer erhalten und dies mit ihrem eigenen vergleichen oder ergänzen können.

Befürworter der PLE sehen einen positiven Aspekt in der Möglichkeit, die die Lernenden erhalten, ihren Lernprozess individuell und eigenständig zu gestalten. Gegner der PLE argumentieren beispielsweise mit ethischen Aspekten, die sie mit der PLE in Verbindung bringen. So sei die Arbeit mit einer PLE, wie beispielsweise einer Internetplatform wie Facebook oder Studivz, nicht ausreichend datengeschützt. Die Lernenden können oftmals noch nicht einschätzen, welche Informationen sie von sich preisgeben lassen sollten. So werden zum Beispiel gerade Fotos zu anderen, häufig illegalen Zwecken, missbraucht.

Dennoch wird die PLE mit zunehmender Wahrscheinlichkeit zukünftig aus den Schulen nicht mehr wegzudenken sein. Gerade in einer so schnelllebigen Gesellschaft wie der heutigen werden die technischen, bzw. virtuellen Möglichkeiten zur Erarbeitung von Arbeitsaufträgen zunehmend an Bedeutung gewinnen und irgendwann selbstverständlicher sein, als die bloße Arbeit mit Stift und Papier.